Auf den Punkt
Was ist eine Vorsorgevollmacht und wozu braucht man sie?
Die Vorsorgevollmacht ist das wichtigste Vorsorgedokument: Mit ihr behalten Sie die Kontrolle darüber, wer in Ihrem Namen handelt. So funktioniert sie und worauf Sie achten sollten.
Was die Vorsorgevollmacht regelt
Sie ermächtigt eine Vertrauensperson, in den von Ihnen bestimmten Bereichen für Sie zu handeln:
- Gesundheitssorge – Einwilligung in Behandlungen, Einsicht in Unterlagen
- Aufenthalt und Wohnung – etwa ein Umzug ins Pflegeheim
- Vermögens- und Bankangelegenheiten
- Vertretung gegenüber Behörden, Versicherungen und Gerichten
- Post- und Fernmeldeverkehr
Form und Gültigkeit
Eine Vorsorgevollmacht muss schriftlich vorliegen, mit Datum und eigenhändiger Unterschrift. Für Geschäfte mit Immobilien, Krediten oder Bankvollmachten ist eine notarielle Beurkundung erforderlich oder zumindest dringend zu empfehlen. Sinnvoll ist die Formulierung „über den Tod hinaus“, damit die Vollmacht im Erbfall weiterwirkt. Die bevollmächtigte Person benötigt das Original, um sich auszuweisen.
Erstellen und hinterlegen
So gehen Sie sicher vor:
- kostenlose Vordrucke des Bundesministeriums der Justiz verwenden
- die Vertrauensperson namentlich benennen und Befugnisse klar abgrenzen
- im Zentralen Vorsorgeregister der Bundesnotarkammer registrieren
- das Original der bevollmächtigten Person zugänglich machen
