Auf den Punkt
Was ist Trinknahrung und wann ist sie sinnvoll?
Wenn das Essen nicht mehr ausreicht, kann medizinische Trinknahrung helfen, eine Mangelernährung zu vermeiden. So erkennen Sie, ob sie sinnvoll ist und wie die Verordnung funktioniert.
Wann Trinknahrung sinnvoll ist
Trinknahrung kommt vor allem dann infrage, wenn die normale Kost den Bedarf nicht mehr deckt:
- bei bestehender oder drohender Mangelernährung
- nach Operationen, schweren Erkrankungen oder im Verlauf einer Tumortherapie
- bei anhaltender Appetitlosigkeit und Gewichtsverlust
- bei Kau- oder Schluckstörungen – hier gibt es Produkte mit angepasster Konsistenz
Sorten und Anwendung
Trinknahrung gibt es in vielen Varianten – hochkalorisch, besonders eiweißreich, mit oder ohne Ballaststoffe und in zahlreichen Geschmacksrichtungen. Wichtig ist die richtige Anwendung:
- als Ergänzung zwischen den Mahlzeiten, nicht als alleiniger Ersatz
- gut gekühlt und in kleinen Schlucken über den Tag verteilt
- Geschmack variieren, um Übersättigung zu vermeiden
- bei vollständigem Mahlzeitenersatz nur unter ärztlicher Begleitung
Kosten und Verordnung
Liegt eine medizinische Indikation vor, kann der Arzt Trinknahrung als „bilanzierte Diät“ auf Rezept verordnen. Die Krankenkasse übernimmt dann die Kosten, es fällt lediglich die gesetzliche Zuzahlung von zehn Prozent (mindestens 5, maximal 10 Euro je Verordnung) an. Ohne medizinische Indikation ist Trinknahrung frei in Apotheke, Drogerie und online erhältlich und wird selbst bezahlt.
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