Auf den Punkt
Was ist eine Senioren-WG und für wen eignet sie sich?
Allein wohnen, aber nicht einsam sein: Die Senioren-WG gewinnt als Wohnform im Alter an Bedeutung. Hier erfahren Sie, welche Formen es gibt, was sie kostet und welche Zuschüsse die Pflegekasse zahlt.
Formen der Senioren-WG
Man unterscheidet vor allem zwei Modelle:
- die selbstorganisierte WG – für noch weitgehend selbstständige Senioren, die Gemeinschaft und geteilte Kosten schätzen
- die ambulant betreute Pflege-WG – mit einem Pflegedienst, häufig für Menschen mit Pflegebedarf oder Demenz
Kosten und Zuschüsse
Die Kosten setzen sich aus Miete, Nebenkosten, Verpflegung und – in einer Pflege-WG – den Pflege- und Betreuungskosten zusammen. Für anerkannte Pflege-Wohngemeinschaften gibt es zusätzliche Leistungen der Pflegekasse:
- Wohngruppenzuschlag: 224 Euro pro Person und Monat (ab Pflegegrad 1)
- Anschubfinanzierung: einmalig bis 2.500 Euro pro Person (höchstens 10.000 Euro je Wohngruppe) für den barrierearmen Umbau
- zusätzlich nutzbar: Pflegegeld, Pflegesachleistung und der Entlastungsbetrag
Vorteile und worauf Sie achten sollten
Eine Senioren-WG bietet Gesellschaft gegen Einsamkeit, geteilte Kosten und viel Selbstbestimmung. Damit das Zusammenleben gelingt, sollten Sie auf Folgendes achten:
- passende Mitbewohner mit ähnlichen Vorstellungen
- klare Absprachen zu Kosten, Aufgaben und Privatsphäre
- bei einer Pflege-WG: Qualität und Verlässlichkeit des Pflegedienstes
- einen schriftlichen Vertrag, der Rechte und Pflichten regelt
