Pflegekurse für Angehörige – kostenlos und sinnvoll!

Kurse zum Thema Pflege

Einen lieben Menschen oder Angehörigen zu pflegen, erfordert nicht nur viel Kraft und Zeit, sondern auch ein umfangreiches Grundwissen über die richtige Pflege und den Umgang mit bestimmten Krankheiten. Für Menschen, die keine Ausbildung in einem Pflegeberuf absolviert haben, bieten Pflegeversicherungen kostenlose Pflegekurse an.  In diesen Kursen erhalten die Teilnehmer wichtige Informationen über die verschiedenen Leistungsansprüche, die richtige Bewegung und Lagerung der Person und es werden auch wichtige Tipps und Ratschläge für eine gesunde und richtige Ernährung und für die Grundpflege gegeben. Weiterhin steht eine Aufklärung und Beratung über den Umgang mit den zu erwartenden psychischen und körperlichen Belastungen während der Pflege im Mittelpunkt.

Was ist ein Pflegekurs?

In einem Pflegekurs erlernen Angehörige von pflegebedürftigen Personen wichtige Fertigkeiten für die eigene oder teilweise eigenständige Pflege von Personen. Die Teilnahme ist freiwillig und meist kostenlos. In den Kursen werden Lagerungs- und Mobilisierungstechniken, rückenschonende Hebe- und Tragetechniken, Ernährungstipps und rechtliche sowie gesetzliche Themen aus dem Pflegebereich besprochen.

 


Online-Pflegekurse

Die Inhalte der Pflegekurse

Die Kurse vermitteln ihren Teilnehmern wichtiges Wissen, das für die häusliche Pflege von bedürftigen Menschen wichtig sind.

Im Bereich der praktischen Pflege werden praktische Fähigkeiten erlernt, die bei der häuslichen Pflege wichtig sind. Die Griffe bei der Mobilisierung und verschiedene Lagerungstechniken sind ebenso wichtig, wie die richtige Unterstützung während der Nahrungsaufnahme. Können die Angehörigen die Mahlzeiten noch selbst kauen und schlucken, werden andere Fertigkeiten und anderes Wissen benötigt, als bei einer künstlichen Ernährung. Auch der richtige Umgang bei der Körperpflege, beim An- und Ausziehen sowie bei der Gabe von Medikamenten lernen die Teilnehmer in den Kursen.

Ein weiterer wichtiger Teil des Kurses, ist die richtige Selbstpflege. Denn nicht nur die Angehörigen müssen gepflegt werden, auch der Pflegende selbst muss auf seine Gesundheit achten. Deshalb wird wichtiges Wissen im Bereich der Rückengesundheit und Kompetenzen zur Selbstbeobachtung vermittelt. Die Pflegenden müssen erkennen können, ob sie sich zu viel zumuten, wann sie überfordert sind und wann mehr Unterstützung erforderlich ist. Der Pflegende ist gleichzeitig auch eine Vertrauensperson, Vermittler und Koordinator. Und diese Aufgaben muss er meist 24 Stunden am Tag erledigen. Ein weiteres wichtiges Thema sind Hinweise zum rückenschonenden Tragen und Heben der Angehörigen.

In den Kursen wird auch das Thema Sozialversicherung bzw. Pflegeversicherung angesprochen. Die Pflegenden lernen, wie ein Antrag auf Pflegegrad gestellt werden muss und welche finanziellen und auch rechtlichen Hilfen zustehen. Dazu gehört die Rente oder auch das Pflegeunterstützungsgeld. Die Teilnehmer erhalten eine Aufklärung zur gesetzlichen Betreuung.

Im Bereich der Hygiene wird erlernt, welche  Hygienemaßnahmen eingehalten werden müssen, was die richtige Körperpflege und Intimpflege beinhaltet und welche häuslichen Hygienevorschriften eingehalten werden müssen. Leidet der Angehörige an Inkontinenz, erfordert dies Maßnahmen und Tipps zur Vorbeugung, die in den Kursen erläutert werden.

Im Falle von individuellen Pflegefällen werden Spezialkurse angeboten. Diese Kurse konzentrieren sich auf Themen wie Schlaganfall, die Pflege von Palliativpatienten, pflegebedürftige Kinder, Demenz oder Parkinson.

Vorteile von Pflegekursen

Die Pflegekurse werden von den Pflegeversicherungen kostenlos angeboten. Dabei ist es egal, ob es sich um einen Pflegekurs oder um die Pflegeschulung handelt. Die anfallenden Kosten übernimmt die zuständige Pflegekasse des Angehörigen. Das Wissen, das den Teilnehmern vermittelt wird, ist fundiertes Fachwissen und stammt direkt von einem Profi. Die Kurse vermitteln nicht nur pflegefachliches Wissen, sondern informieren auch über wichtige Grundlagen der Pflegeversicherung. Dazu gehört auch das Thema, welchen Pflegegrad der Angehörige erhält und welche Leistungen dieser Grad beinhaltet. Die Kursleiter informieren außerdem über die Hilfsmittel und verschiedene Reha-Maßnahmen. Weiterhin erfahren die Pflegenden, wie sie die körperlichen und auch seelischen Belastungen verhindern und damit umgehen können.

Doch nicht nur Wissen und Fähigkeiten werden in den Kursen vermittelt. Die Teilnehmer haben während der Schulung auch die Möglichkeit, über ihre persönlichen Probleme im Bereich der häuslichen Pflege zu sprechen und sich mit anderen Betroffenen austauschen. Oft können in den Gruppen Versagensängste leichter thematisiert und anschließend abgebaut werden.

Anbieter von Pflegekursen

Anbieter von Pflegekursen gibt es mittlerweile sehr viele. Bei den Pflegekassen gibt es Listen, in denen die verschiedenen Anbieter aufgeführt werden. Oft sind es die Pflegekassen selbst, die solche Kurse anbieten. In manchen Bundesländern finden die Schulungen in Krankenhäusern oder Reha-Einrichtungen statt. Auch Pflegedienste und Wohlfahrtsverbände bieten kostenlose Kurse an. In einigen Fällen gibt es auch Privatunternehmen. Die Schulungen finden oft in den Räumlichkeiten des jeweiligen Anbieters statt. Im Falle einer individuellen Schulung kommen die Kursleiter auch nach Hause. Mittlerweile können Interessierte an Online-Schulungen teilnehmen.

 


Online-Pflegekurse

Kosten der Pflegekurse

Die meisten Pflegekurse sind kostenlos. Die Gebühren werden von der Pflegekasse des Angehörigen übernommen. Unserer Empfehlung nach sollten Sie sich direkt bei Ihrer Pflegekasse erkundigen, wo und bei welchem Anbieter einen kostenlosen Kurs besuchen können.

Menü