Auf den Punkt
Wie funktioniert Pflege zu Hause mit einem Pflegedienst?
Wenn Angehörige die Pflege nicht allein stemmen können, ist der ambulante Pflegedienst eine wichtige Stütze. So setzt sich seine Arbeit zusammen und so wird sie finanziert.
Was ein ambulanter Pflegedienst leistet
Ein Pflegedienst übernimmt je nach Bedarf:
- Grundpflege – Waschen, An- und Auskleiden, Unterstützung bei der Mobilität
- Behandlungspflege – Medikamente, Verbände, Injektionen (auf ärztliche Verordnung)
- hauswirtschaftliche Versorgung – etwa Hilfe im Haushalt und beim Einkauf
- Beratung der pflegenden Angehörigen
Finanzierung über die Pflegesachleistung
Ab Pflegegrad 2 zahlt die Pflegekasse die Pflegesachleistung direkt an den Dienst. Die Höhe richtet sich nach dem Pflegegrad:
| Pflegegrad | Betrag pro Monat |
|---|---|
| Pflegegrad 1 | — |
| Pflegegrad 2 | 796 € |
| Pflegegrad 3 | 1.497 € |
| Pflegegrad 4 | 1.859 € |
| Pflegegrad 5 | 2.299 € |
- Pflegegrad 1 erhält keine Pflegesachleistung; nur den Entlastungsbetrag.
- Beträge werden direkt mit dem zugelassenen Pflegedienst abgerechnet.
Quelle: § 36–45b SGB XI · Stand: Januar 2026
Die Sachleistung lässt sich mit dem Pflegegeld als Kombinationsleistung verbinden, wenn Angehörige einen Teil der Pflege selbst übernehmen. Zusätzlich steht der Entlastungsbetrag von 131 Euro monatlich zur Verfügung.
Den richtigen Pflegedienst auswählen
Vor dem Vertragsabschluss lohnt ein Vergleich:
- schriftlicher Leistungs- und Kostenvoranschlag
- Erreichbarkeit, Notdienst und Zuverlässigkeit
- möglichst feste Bezugspersonen statt ständig wechselnder Kräfte
- ein transparenter Pflegevertrag
