Die eigene Beerdigung planen – Bestattungsvorsorge & Checkliste

Die eigene Beerdigung planen

Alle wichtigen Infos zur Bestattungsvorsorge

Es gibt unterschiedliche Gründe, warum man die eigene Beerdigung planen möchte. Geht es dabei um die Entlastung der Angehörigen im Trauerfall? Geht es um eine finanzielle Vorsorge? Geht es dabei um die Organisation und spezielle Wünsche beim Ablauf der Beerdigung? Jeder Menschen hat das Recht diese Dinge bereits im Voraus zu planen und so gut wie möglich festzulegen. Besonders vor dem Hintergrund, dass ein Todesfall häufig plötzlich eintreten kann und bei einer Beerdigung sehr hohe Kosten entstehen können, ist es vollkommen berechtigt, die eigene Beerdigung vorsorglich zu planen und zu organisaieren.

Hier erhalten Sie die wichtigstens Informationen und Empfehlungen zur Bestattungsvorsorge sowie eine hilfreiche Checkliste zur Planung.

 

Eigene Beerdigung planen: Bestattungsvorsorge

Eigene Wünsche und Entlastung der Hinterbliebenen

Haben Sie sich schon einmal Ihre eigene Beerdigung vorgestellt? Vielleicht kommen Ihnen ja sogar schon Details in den Sinn, die Ihnen für Ihre Bestattung besonders wichtig sind. Was aber, wenn Ihre Angehörigen diese Vorstellungen nicht teilen? Jeder Mensch verdient einen würdevollen Abschied nach seinen individuellen Wünschen. Um sicherzugehen, dass diese auch berücksichtigt werden, kann mithilfe der Bestattungsvorsorge der genaue Hergang bis ins kleinste Detail geplant werden. Angefangen von der Bestattungsart bis hin zur Wahl des Sargs oder der Urne können Sie selbst bestimmen, was Ihren Vorstellungen entspricht. Selbst die Trauerfloristik und die Musik während der Zeremonie können bereits im Vorfeld gewählt werden. Eine schriftliche Verfügung garantiert, dass sie genau auf die Art und Weise bestattet werden, wie sie es möchten. Es kann demnach nicht passieren, dass Sie eigentlich eine Waldbestattung vorziehen, Ihre Angehörigen aber eine Beisetzung auf hoher See veranlassen. Durch die Bestattungsvorsorge ist sichergestellt, dass Ihren individuellen Wünschen entsprochen wird.

 

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Die Finanzen

Ein Todesfall in der Familie kann eine finanzielle Belastung darstellen, die für viele Angehörige schwer tragbar ist. In Deutschland entstehen bei der Beerdigung im Durchschnitt Kosten in Höhe von 7.000 Euro. Ohne entsprechende Rücklagen kann es dadurch leicht zu finanziellen Engpässen kommen. Haben Sie bereits vorgesorgt, steht Ihren Angehörigen eine Summe zur Verfügung, die die Bestattungskosten deckt. Die Hinterbliebenen werden entlastet und können sich in Ruhe ihrer Trauer widmen.

 

Welche Dinge gehören zum würdevollen Tod?

Materielle Dinge ordnenEigene Beerdigung planen - Bestattungsvorsorge und Checkliste

Haben Sie bereits ein Testament verfasst? Ist es heutzutage noch ein Tabuthema über das Testemanent zu sprechen? Nutzen Sie im Vorfeld die Möglichkeit Besitzverhältnisse zu klären und Vermögenswerte aufzuteilen. Je nach dem über welchen Zeitraum die eigene Beerdigung geplant wird sollte man darüber nachdenken, ob bestimmte Dinge bereits zu Lebzeiten verteilt werden. Sollte dies keine Alternative sein, kann ein Testament nach dem Tod für Klarheit sorgen. Dabei muss es nicht immer um wertvolle Gegenstände gehen, sondern auch um Erinnerungen.

Familiäres Wissen hinterlassen

Unser Vorschlag: Hinterlassen Sie Informationen zu Ihren Vorfahren und der Familie. In der Zukunft könnte es immer problematischer werden, niedergeschriebene Informationen aus der Vergangenheit zu haben. Erst seit dem 21. Jahrhundert gibt es zahlreiche Daten digital. Alles Wissen vor dieser Zeit könnte verloren gehen, wenn Sie es nicht weitergeben. Diese Hinterlassenschaften und Erinnerungen werden künftige Generation sicher zu schätzen wissen.

Patientenverfügung

Für den Fall, dass man aus gesundheitlichen Gründe nicht mehr in der Lage ist mündige Entscheidungen zu treffen, können Sie mit einer Patientenverfügung vorsorgen. Eine Patientenverfügung ist eine schriftliche Willenserklärung für den Fall der eigenen Entscheidungsunfähigkeit im Krankheitsfall. Sie trifft Vorsorge für eine schwere Erkrankung und ist meistens auf Gesundheitsangelegenheiten beschränkt. Im Ernstfall können Ärzte und Angehörige erfahren, ob man bestimmte Behandlungen wünscht oder ablehnt. Ein Arzt muss vom Grundsatz her immer das Leben verlängern. Wenn Sie jedoch per PV eine andere Priorität setzen, dann muss der Arzt dies berücksichtigen und ist an den erklärten Willen des Patienten gebunden. Am Ende zählt nur eins – der Patientenwille. Mehr Informationen finden Sie >>hier<<.

 

Eigene Beerdigung planen: Checkliste für die BestattungEigene Beerdigung planen

Diese Checkliste gibt Ihnen eine umfangreiche Orientierung für die Planung der eigentlichen Bestattung:

  1. Bestattungsart: Es gibt unterschiedliche Bestattungsarten. Am häufigsten wird die Erbbestattung gewält. Darüber hinaus gibt es die Feuerbestattung, Naturbestattungen (Wald- oder Seebestattung) sowie alternative Bestattungsarten. Weitere Informationen finden Sie >>HIER<<
  2. Grabstätte: An welchem Platz oder auf welchem Friedhof soll die eigene Beerdigung stattfinden? Gibt es eventuell eine Familiengrabstätte? Wie ist die Verfügbarkeit? Es kann Sinn machen, bereits im Vorfeld mit der Friedhofsverwaltung Kontakt aufzunehmen.
  3. Ablauf Trauerfeier: Im Vorfeld können bereits Listen zu dem Wunschablauf, geladenen Menschen und der Lieblingssorte von Blumen erstellt werden. Diese Informationen erleichtern auch den Angehörigen die kurzfristige Organisation der Bestattung.
  4. Sarg oder Urne: Wenn Menschen sterben, werden Sie normalerweise zunächst eingesargt. Wenn sich bereits im Vorfeld für einen bestimmten Sarg oder eine bestimmte Urne entschieden wird, können die eigenen Wünsche bereits festgelegt werden.
  5. Musik: Eine Trauerfeier kann heutzutage vollkommen individuell organisiert werden. Oft spielt Musik dabei eine wichtige und emotionale Rolle. Die Auswahl der eigenen Musikwünsche wird besonderes Momente und Erinnerungen schaffen. Legen Sie auch bereits im Vorfeld fest, wann die Musik gespielt werden soll.
  6. Trauerrede: Wenn eine Trauerrede abgehalten werden soll, kann man bereits festhalten, wer die Rede halten darf und auf welche Inhalte Sie eventuell besonderen Wert legen.
  7. Kleidung: Es ist üblich, dass man eine Trauerfeier in dunkler Kleidung besucht und dadurch seiner Betroffenheit Ausdruck verleiht. Gibt es einen speziellen Wunsch, welche Kleidung getragen werden soll? Dann vermerken Sie diese Info rechtzeitig.
  8. Grabstein: Es gibt zahlreiche Arten und Hersteller von Grabsteinen. Sollte es Grabstein zur Grabstätte gewünscht sein, können bereits während der Planung der eigenen Beerdigung über Art, Größe, Beschriftung etc. entschieden werden.

 

Ein Todesfall in oft eine emotionale Belastung und erfordert mentale Stärke. Die rechtzeitige Organisation kann eine sinnvolle Entlastung bedeuten. DerPflegefuchs.de wünscht allen Betroffenen viel Kraft und alles Gute!

 

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