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Diabetes im Alter – kurz und knapp erklärt

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von Yannick Kupferschmidt, Gründer von derPflegefuchs.de
Diabetes im Alter

Definition

Diabetes mellitus, auch Diabetes oder Zuckerkrankheit genannt, beschreibt eine Gruppierung von Stoffwechselerkrankungen, welche auf unterschiedliche Ursachen zurückzuführen sind. Allgemein liegt eine Störung des Zuckerstoffwechsels im Köper vor, weshalb sich ein dauerhaft erhöhter Blutzuckerspiegel, fachsprachlich Hyperglykämie, einstellt. Folglich kommt es zum Hauptsymptom, der Ausscheidung überschüssigen Zuckers mittels des Urins. Formen in denen Diabetes am häufigsten auftreten tut, sind Diabetes Typ I und Diabetes Typ II. Besonders bei älteren Menschen liegt das Risiko an Diabetes zu erkranken enorm hoch, dementsprechend ist Diabetes im Alter eine alltägliche Krankheit. Diabetes im Alter fällt unter den Krankheitstyp II.

Ursachen

Die Ursache von Diabetes im Alter liegt in der Resistenz gegenüber Insulin. Anfangs kann der Körper noch die Insulinresistenz ankämpfen, indem in der Bauchspeicheldrüse eine Überproduktion stattfindet. Allerdings befindet sich der Körper hierbei in einem Ausnahmezustand, weshalb nach kurzer Zeit die Bauchspeicheldrüse erschöpft sein wird und die Insulinproduktion stark zurückgeht. Insgesamt sind viele verschiedene Faktoren als mögliche Auslöser dieser Resistenz zu Wege zu ziehen. Als eine der Hauptursachen kommt mit Sicherheit Überwicht in Frage. Überdurchschnittlich viel Bauchfett um innere Organe, welches durch eine ungesunde Ernährung zu Stande kommt, ist ein großer Risikofaktor. Aus dem vermehrten Bauchfett resultiert nämlich, neben der angeborenen, eine zusätzliche Insulinresistenz der insulinabhängigen Körperzellen. Ein weiterer wichtiger Faktor ist die eigene Lebensweise. Gewissermaßen ist es dem Köper selbst möglich Gluconeogenese beziehungsweise Zucker in der Leber zu bilden. Glukagon ist ein Hormon, welches eine hemmende Wirkung auf Insulin ausübt und die Gluconeogenese in der Leber steigert. Stresshormone, wie Katecholamine oder Glukokortikoide haben den selben Effekt und tragen auch zu Insulinresistenz bei. Durch regelmäßige körperliche Betätigung und Sport kann dem Ausbruch der Krankheit entgegengewirkt werden, da so Übergewicht reduziert und der Blutdruck nachhaltig reguliert werden können. Auch sind natürlich erbschaftsbedingte Veranlagungen zur Erkrankung nicht auszuschließen, besonders wenn nähere Verwandte bereits unter Diabetes im Alter leiden.

Symptome

Symptome bei dem altersbedingten Typ II der Diabetes sind im Allgemeinen schwer erkennbar und werden häufig erst nach mehreren wahrgenommen. Nur selten kommt es zu einer plötzlichen auffälligen Gewichtsabnahme oder unnormal hohen Werten des Blutzuckerspiegels, was unausweichlich ein vermehrtes Wasserlassen und auch Durstgefühl zur Folge hat. Hauptsächlich macht sich Diabetes im Alter durch erhöhte Müdigkeit, Konzentrationsschwächen, Muskelschwäche oder trockene Haut bemerkbar. Diese Anzeichen fallen allerdings unter die im Alter normalen sogenannten Alterserscheinungen, wodurch meistens eine Zufallsdiagnose nach einem Arztbesuch auf Diabetes vom Typ II schließen lässt. Typische Tests sind beispielsweise die Untersuchung des Blutzuckerspiegels, nachdem 8 Stunden keine Nahrung zu sich genommen wurde. Auch ist es möglich den Wert des Langzeitzuckerspiegels (HbA1c) zu überprüfen, wobei hier vor dem Test die betroffene Person eine größere Menge Zucker zu sich nehmen muss. Ein erhöhter Blutzuckerspiegel nach der Aufnahme des Zuckers bestätigt den Verdacht.

Behandlung

Nachdem Altersdiabetes diagnostiziert wurde, gibt es verschiedene Behandlungsmöglichkeiten. Zuallererst ist es im Falle von Übergewicht von Nöten dieses unbedingt zu reduzieren und auch häufiger sportlich aktiv zu werden. So ist es nämlich möglich die Insulinresistenz zu lindern. In den meisten Fällen kommen erst dann medizinische Präparate zum Einsatz. Auch ist es wichtig sich ausgewogen und gesund zu Ernähren. Besonders die Reduzierung zuckerhaltiger Lebensmittel sollte an erster Stelle stehen. Diese erhöhen nämlich jedes Mal nach Konsum unvermeidlich den Blutzuckerspiegel, wodurch dann dem Körper Insulin mittels einer Spritze zugeführt werden muss. Eventuell ist es sogar notwendig an einer Ernährungsberatung teilzunehmen. Um einen absehbaren Erfolg in seiner Therapie zu erzielen sollte des Weiteren, falls man raucht, das Rauchen eingestellt, sowie möglichst auf Alkohol verzichtet werden, da diese den Krankheitsverlauf negativ beeinflussen. Indem regelmäßig die Blutzuckerwerte selbst kontrolliert werden, ist es möglich einzuschätzen inwiefern der modifizierte Lebensstil bereits die gewünschten Resultate erbracht hat. Nachweislich wurde die Todesrate so bereits deutlich reduziert und Folgeerkrankungen vermieden.

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